The Puppeteer
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Inhalt
An den Straßenecken des Harvard Square bewegte Igor Fokin Holzfiguren mit der Präzision und Präsenz der russischen Marionettentradition. Der Dokumentarfilm folgt ihm genau: seinen Interaktionen mit Passanten, dem kurzen Moment, in dem ein Bürgersteig zur Bühne wird, und einer Wendung, die alles in ein neues Licht rückt. Nur Fokin, seine Figuren und wer auch immer stehen blieb, um zuzusehen.
Hintergrund und Wissenswertes
Fokin baute, schnitzte und manipulierte jede Figur in seiner Straßenshow selbst und arbeitete dabei innerhalb der russischen Marionettentradition – Holzfiguren, die von oben mit Fäden bedient werden – ohne eine institutionelle Werkstatt oder ein Unterstützungsteam. Diese völlige Autonomie, vom Bau bis zur Aufführung, stellt ihn in die Reihe der autarksten Puppenbauer in der osteuropäischen Tradition. Unter der Regie von Gary Henoch und Chris Schmidt hat der Dokumentarfilm aufgrund Fokins Tod im Alter von 36 Jahren ein einzigartiges archivarisches Gewicht: Er ist die vollständigste Aufzeichnung seiner Praxis und macht seine Straßenmarionetten zum einzigen überlebenden Zeugnis einer Technik und kreativen Stimme, die sonst keine Spuren hinterlassen hätte.
Puppenspieler
Igor Fokin
Regie
Gary Henoch
Besetzung
Igor Fokin
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