← Zurück zum Katalog
Dokumentarfilm 2014 90 min

I Am Big Bird: The Caroll Spinney Story

Documentary

Trailer

Play

Inhalt

49 Jahre lang lebte Caroll Spinney im Inneren von zwei der bekanntesten Figuren der «Sesame Street»: Big Bird und Oscar the Grouch. Der Dokumentarfilm verfolgt sein Leben von einer Kindheit, die von einem strengen Vater und einer Mutter geprägt war, die seine Liebe zum Puppenspiel förderte, bis hin zu seiner Rekrutierung durch Jim Henson nach einem Puppenfestival im Jahr 1969. Interviews, privates Filmmaterial und Archivmaterial aus der Produktion zeichnen nach, wie Spinneys eigene Freuden und Verluste ihren Weg in die von ihm gespielten Figuren fanden.

Hintergrund und Wissenswertes

Big Bird gilt als eine der körperlich anspruchsvollsten Solo-Puppenspiel-Darbietungen in der Fernsehgeschichte. Spinney bediente die 2,4 Meter große Figur vollständig von innen: Sein rechter Arm reichte nach oben in den Kopf, um den Mund zu bewegen, sein kleiner Finger steuerte einen kleinen Mechanismus für die Augenlider und Augen, sein linker Arm animierte den linken Flügel, und der rechte Flügel bewegte sich durch eine unsichtbare Angelschnur, die als Gegengewicht am Mund befestigt war. Da er keine direkte Sicht auf das Set hatte, trug er einen kleinen Monitor, der an seiner Brust befestigt war und ein umgekehrtes Bild des Geschehens zeigte, und bewahrte sein Skript mit sorgfältig markierten Zeilen im Inneren des Kostüms auf. Das vollständige Kostüm wog etwa 6,5 kg, und im Gegensatz zu den meisten anderen Darstellern der «Sesame Street» spielte er es völlig allein.

Die Figur wurde von Kermit Love entworfen, und Jim Henson konzipierte ihn ursprünglich als tollpatschigen Landei. Spinney gestaltete ihn als neugierigen, emotional offenen Sechsjährigen um – eine Entscheidung, die die dramatische Bandbreite der Figur grundlegend veränderte. Diese Wahl war in seiner eigenen Biografie begründet: Seine Mutter, eine Modedesignerin, hatte ihm in seiner Kindheit 70 Puppen gebaut, und der Film zieht eine klare Linie zwischen dieser frühen Hingabe und der Menschlichkeit, die er in die Rolle einbrachte. Eine der bemerkenswertesten Anekdoten des Dokumentarfilms betrifft das Space Shuttle Challenger: Big Bird sollte an Bord sein, aber das Kostüm erwies sich als zu sperrig für die Kabine, und Spinneys Sitzplatz wurde von der Lehrerin Christa McAuliffe eingenommen.

Der Film wurde über Kickstarter finanziert und 2014 veröffentlicht, gefolgt von einer pädagogischen Veröffentlichung im Jahr 2021. Er dokumentiert auch die generationenübergreifende Übergabe der Figur an Matt Vogel, den Lehrling, den Spinney ausbildete, um Big Bird in die Zukunft zu führen.

Puppenspieler

Caroll Spinney

Figurentheater und Produktionsfirmen

Sesame Workshop

Regie

Dave LaMattina, Chad Walker

Besetzung

Caroll Spinney

Weißt du mehr über dieses Werk?

Wirst du auf dieser Seite genannt und möchtest deinen Namen berichtigen oder entfernen lassen? Hier beantragen — eine Begründung ist nicht nötig. Auch bei Urheberrechtsansprüchen oder sachlichen Fehlern dieses Formular verwenden.